Die kurze Geschichte eines veganen Kochbuchs namens dreizehn daheim

Unsere liebsten Rezepte teilen: Lange schon schwebte die Idee eines Kochbuches im Augsburger Café dreizehn in der Luft. Steffi und Tini, die Betreiberinnen, wurden immer wieder von Gäst*innen und Kolleg*innen angesprochen. Dann hatten sie ein kleines Leuchten in den Augen. Es war eine schöne Idee. Doch es gab immer Akuteres im Laden zu erledigen. 2020 kommt dann die Covid-19-Pandemie und mit ihr die Lockdown-Phasen. Das dreizehn muss ruhen – ein Ort, der zuvor nur für maximal 6 Stunden still war. Es ist ein ungewohnter und trister Anblick: die Stühle hochgestellt, die Kaffeemaschine aus und alles so leer. Die Welt hat sich verändert. Steffi und Tini erkennen jedoch: Nun ist auch die Chance gekommen, das Kochbuch zu schreiben und mit dem Buch zu teilen, was wir über gute Speisen gelernt haben. Zusätzlich können so die Beteiligten aus dem dreizehn-Team ihren Gehaltsausfall abfedern.

Das Ensemble

Am 26. März treffen wir uns das erste Mal via Video-Call. Da ahnt noch niemand, wie lange nur online Meetings möglich sein werden…

26. März 2020. Ein Vorhaben wie in einem Märchen: Häuserwände in Zeiten von Isolation mithilfe von Kochinspiration überwinden! Doch genau das haben wir vor: Wir treffen uns während des ersten Lockdowns im März online, um Ideen zu sammeln und einen Überblick zu gewinnen. Schnell steht fest: Das Buch wird ein Teamprojekt. Wir sind ein Ensemble von vierzehn vielseitig ausgebildeten Wissenschaftler*innen und Handwerker*innen. Daher haben wir die technischen Fähigkeiten und den Zusammenhalt untereinander. Wir schaffen das selbst – sofern unsere Gäst*innen das Projekt finanziell ermöglichen.

Unterstützung von außen

Über Crowdfunding kommt eine beträchtliche Summe zusammen. So können wir das Drucken und Binden des Buches finanzieren.

8. April 2020. Am 8. April geht unsere Crowdfunding-Kampagne online. Sie läuft bis Ende Mai. Freund*innen, Stammkund*innen und deren Freund*innen können uns unterstützen, indem sie die Bücher bestellen oder andere kleine und größere Goodies kaufen – von der Goldenen Milch-Paste und Postkarten bis hin zur Veganen Grillparty für die ganze Bagage. Bereits vor Ablauf der Crowdfunding-Frist ist unsere Kampagne erfolgreich und wir sind sehr erleichtert! Die finanzielle Grundlage steht damit. Nun an die Arbeit.

Unterstützung von außen

Über Crowdfunding kommt eine beträchtliche Summe zusammen. So können wir das Drucken und Binden des Buches finanzieren.

8. April 2020. Am 8. April geht unsere Crowdfunding-Kampagne online. Sie läuft bis Ende Mai. Freund*innen, Stammkund*innen und deren Freund*innen können uns unterstützen, indem sie die Bücher bestellen oder andere kleine und größere Goodies kaufen – von der Goldenen Milch-Paste und Postkarten bis hin zur Veganen Grillparty für die ganze Bagage. Bereits vor Ablauf der Crowdfunding-Frist ist unsere Kampagne erfolgreich und wir sind sehr erleichtert! Die finanzielle Grundlage steht damit. Nun an die Arbeit.

Reise der Rezepte

Um die Gerichte und Kuchen in Szene zu setzen, sammeln wir das schönste Porzellan und die Vintage-Tischdecken unserer Mamas.

1. Mai 2020. Wir kochen und backen, um alle Rezepte nochmals zu testen. Davon profitieren in den Lockdown-Phasen auch unsere Mitbewohner*innen, Partner*innen und Kinder. Wir feilen an den Würzungen, an den Formulierungen und sprechen über kleine pragmatische und größere ethische Fragen. Sobald die Rezepte von allen Feinschmecker*innen ihren Segen erhalten, geht’s ans Fotografieren, Illustrieren und Niederschreiben. Für die Fotos richtet Tanja bei sich Zuhause ein extra Studio ein und wie in einem Märchen kommen tagein tagaus Heinzelfrauen* mit wunderbaren Speisen zu ihr – covid19-konform versteht sich.

Ein Kleid aus Schrift und Bild

Zwischendurch schonen wir unsere Augen von der Arbeit am Bildschirm. Dann geht’s weiter.

8. Mai 2020. Langsam nimmt unsere lange Datei Form an: Aus einem langen Google Doc werden druckbare Seiten, die Michelle und Tanja bearbeiten und layouten. Ständig überarbeiten sie diese – denn wir korrigieren ständig aufs Neue die Fotos und die Texte.

Ein Kleid aus Schrift und Bild

Zwischendurch schonen wir unsere Augen von der Arbeit am Bildschirm. Dann geht’s weiter.

8. Mai 2020. Langsam nimmt unsere lange Datei Form an: Aus einem langen Google Doc werden druckbare Seiten, die Michelle und Tanja bearbeiten und layouten. Ständig überarbeiten sie diese – denn wir korrigieren ständig aufs Neue die Fotos und die Texte.

Feinschliff

Wir korrigieren ganz analog mit verschiedenen Farben die vielen Seiten, die jetzt noch ganz lose zwischen uns wandern.

16. Juni 2020. Zwei ganze Tage sitzen wir bei Kaffee und Kuchen, Dürüm und Schorle als kleines Schreib- und Layout-Team am Schluss für einen Korrektur-Marathon zusammen. Wir lesen kapitelweise und diskutieren über einzelne Formulierungen. Hin und wieder kommt es dabei auch vor, dass wir gegenseitig Änderungen rückgängig machen – lustige Momente! Schließlich steht unsere große Datei.

Reise des Buches

Weil wir unbedingt eine vegane Bindung möchten, landen bei uns erstmal nur die Druckbögen. Beeindruckend!

26. Juni 2020. Es geht ans Drucken und Binden – das gestaltet sich überraschend schwer vegan umzusetzen. Denn alle (aktuell) maschinell verarbeitbaren Leime enthalten Knochenreste. Wir entscheiden uns gemeinsam für eine komplett vegane Bindung – teilweise sogar per Hand! Das Buch reist nun von Augsburg als Datei an den Chiemsee zum Drucken, anschließend nach Darmstadt zum Binden und zuletzt wieder zu uns nach Augsburg.

Reise des Buches

Weil wir unbedingt eine vegane Bindung möchten, landen bei uns erstmal nur die Druckbögen. Beeindruckend!

26. Juni 2020. Es geht ans Drucken und Binden – das gestaltet sich überraschend schwer vegan umzusetzen. Denn alle (aktuell) maschinell verarbeitbaren Leime enthalten Knochenreste. Wir entscheiden uns gemeinsam für eine komplett vegane Bindung – teilweise sogar per Hand! Das Buch reist nun von Augsburg als Datei an den Chiemsee zum Drucken, anschließend nach Darmstadt zum Binden und zuletzt wieder zu uns nach Augsburg.

Feierlaune

Es ist soweit! Die Bücher sind da. Wir freuen uns mächtig und stapeln die Kartons mit den fertigen Büchern vorübergehend auf der Konzertbühne im dreizehn.

22. Juli 2020. Im Juli können wir endlich die Bücher in den Händen halten und Idas Illustrationen, Tanjas Fotografien, Michelles Layout, all die Rezepte und schönen Texte von Steffi, Tini, Mirjam, Fabiana, Flora, Julia, Jack, Jan, Stefanie, Chrissi und Lisa auf Papier bestaunen. Wir sind euphorisch, stolz und unsere Feierlaune kaum zu beschreiben.

Was danach geschah

Innerhalb kurzer Zeit werden die Exemplare der Crowdfunding-Unterstützer*innen verteilt und viele weitere Exemplare werden nachbestellt, im Laden gekauft – Fotos von den Rezepten geschickt, Lob verteilt, stolz präsentiert, als Geschenk verpackt. Bis unsere über 2000 Exemplare nun im März 2021 schließlich ausverkauft sind. 

Was danach geschah

Innerhalb kurzer Zeit werden die Exemplare der Crowdfunding-Unterstützer*innen verteilt und viele weitere Exemplare werden nachbestellt, im Laden gekauft – Fotos von den Rezepten geschickt, Lob verteilt, stolz präsentiert, als Geschenk verpackt. Bis unsere über 2000 Exemplare nun im März 2021 schließlich ausverkauft sind. 

So geht es weiter

Daher setzen wir uns im Winter 2020/2021 schon wieder an die Arbeit. Es geht nun darum, eine verbesserte Neuauflage herauszubringen. Wir überprüfen Inhaltsangaben, Formulierungen, Fotos und Layout erneut. Kleine Details verändern wir, wenn es die Rezepte verbessert. Dann geht das Buch tatsächlich aufs Neue in Druck! Um mehr Interessierte zu erreichen, bauen wir einen Onlineshop und schreiben Postkarten an Buchhandlungen. Wer weiß, wohin es das Buch nun noch verschlägt? Eins ist gewiss: Die Geschichte des dreizehn daheim ist noch nicht auserzählt!

und das sind Wir, das dreizehn daheim-Team

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